Das Projekt im Bergischen Land verdeutlicht den hohen Anspruch, den Unternehmen heute an die Planung und Realisierung begrünter Aufenthaltsflächen stellen. Die Begrünung der Innenhöfe, die der Erweiterungsbau am Firmensitz an jeweils drei Seiten umschließt, war von Beginn an ein integraler Bestandteil des architektonischen Gesamtkonzepts. Beide Höfe mit einer Gesamtfläche von rund 6.400 Quadratmetern befinden sich auf der Tiefgarage des Gebäudes und sind damit konstruktiv als Dachgärten ausgeführt. Zwei unterschiedliche Konzepte wurden umgesetzt: Ein Dachgarten – in direkter Anbindung an die Kantine – bietet eine hochwertige Aufenthaltsfläche für Mitarbeitende und Besucher. Hier steht das Erlebnis im Vordergrund: begehbare Grünflächen, repräsentative Terrassenbereiche mit Sitzmöglichkeiten und ein großzügiges Wasserbecken als zentrales Gestaltungselement. Der Blick ins umliegende Grün erweitert den Raum optisch und schafft eine Atmosphäre, die eher an einen Park als an eine Dachfläche erinnert. Der zweite Hof wurde eher zweckmäßig geplant, dabei aber dennoch großer Wert auf eine qualitativ hochwertige Gestaltung mit Begrünung gelegt.
Eine der größten Herausforderungen bei der Realisierung des Projekts lag in seiner Dynamik: Während der Bauphase entwickelten sich Anforderungen beständig weiter, neue Elemente – wie das Spiegelbecken – kamen hinzu. Gleichzeitig blieb der enge Zeitrahmen bestehen. „Solche Prozesse machen deutlich, dass Dachgärten dieser Größenordnung nicht in klassischen Gewerkegrenzen gedacht werden können“, sagt Dipl.-Ing. (FH) Leif Harzer, Geschäftsführer bei Terwiege. „Die Verzahnung von technischen, gestalterischen und baulichen Aspekten ist hier eine Notwendigkeit und wird durch eine Umsetzung aus einer Hand auch ermöglicht.“ Der Garten- und Landschaftsbau steht dabei für das Ineinandergreifen von Entwässerung, Abdichtung, Substrataufbau und Bepflanzung: „Die frühzeitige Einbindung der Experten in Grün schafft für den Auftraggeber Planungssicherheit – sowohl hinsichtlich technischer Machbarkeit als auch in Bezug auf Budget- und Terminziele.“ Denn: Dachgärten sind niemals Produkte „von der Stange“.