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"Mit dem Regen rechnen"
"Wohin mit dem Regenwasser?" - Informationen
Positive Auswirkungen der Beseitigung vor Ort
Durch gezielte Beseitigung von Niederschlagswasser direkt auf oder am Grundstück werden die Belastungen von bestehenden Kanalnetzen und Kläranlagen verringert und die Kosten für neue Abwasseranlagen wesentlich reduziert. Weiterhin wird die Grundwasserneubildung gefördert und zugleich die Gefahr von Hochwässern verringert.
Neue Anforderungen an Planer und Ausführende
Durch den neuen Runderlaß zum § 51a LWG müssen sich alle am Bau Beteiligten mit den Möglichkeiten der Beseitigung von Niederschlagswasser genauer vertraut machen. Ebenso wichtig wie die Planung und Ausführung der Versickerungsanlagen ist jedoch die gute gestalterische Einbindung der Anlagen in das jeweilige Umfeld. Nur durch eine gute Einbindung und Gestaltung ist eine hohe Akzeptanz zu erreichen. Die Fachunternehmen des Garten- und Landschaftsbaus führen diese Arbeiten mit großer Erfahrung schon seit einiger Zeit aus.
Wir haben die besten Möglichkeiten- Die Flächenversickerung mit wasserdurchlässigen Belägen
- Die dezentrale Versickerung
Die Flächenversickerung mit wasserdurchlässigen Belägen
Im Garten- und Landschaftsbau typische Bauweisen mit wasserdurchlässigen Tragschichten und Belägen sind:
- der Schotterrasen
- die Kies- und Splittdecken als wassergebundene Schotter- oder Tennendecken
- die Rasengittersteine und die Rasenziegel
- das Porenpflaster mit wasserdurchlässigen Betonpflastersteinen
- das Rasenfugenpflaster mit Abstandhaltern
- das Splittfugenpflaster als konventionelles Pflaster, jedoch mit breiten splittverfüllten Fugen verlegt
Die Durchlässigkeit hängt in starkem Maße von der Körnung der mineralischen Schüttstoffe ab. Alle Beläge altern mehr oder weniger stark. Neben mechanischem Verschleiß durch Belastung und Witterung ist vor allem die Verstopfung der Fugen durch Schmutz maßgeblich an der zurückgehenden Wasserdurchlässigkeit schuld. Zum langfristigen Erhalt der Funktionsfähigkeit durchlässiger Wegebeläge ist deshalb neben einer fachlich fundierten Planung und einer fachgerechten Ausführung auch die sachgerechte Unterhaltung von erheblicher Bedeutung.
Die dezentrale Versickerung
Oftmals ist die Flächenversickerung nicht möglich oder zumindest nicht ausreichend. Insbesondere wenn:
- eine herkömmliche, weitgehend wasserundurchlässige Bauweise (Asphalt, Beton, engfugiges Betonpflaster) erforderlich ist.
- die Durchlässigkeit der für die Begeh- und Befahrbarkeit erforderliche Befestigungsart nicht ausreicht, um das anfallende Niederschlagswasser auf der Fläche zu versickern.
- der Unterbau eine zu geringe Wasserdurchlässigkeit aufweist, so daß sich das Wasser im Oberbau staut.
- zusätzlich Wasser von Dachflächen versickert werden soll.
Versickerungsmulden, Versickerungsrigolen, Versickerungsrohre, Versickerungsschächte
Hier kann das Niederschlagswasser mit speziellen Verfahren gezielt versickert werden. Bei kleinen, befestigten Flächen reicht oft schon die Ableitung in größere, benachbarte Vegetationsflächen. Ist dies nicht möglich, kommen Versickerungsmulden oder Versickerungsrigolen und Versickerungsrohre, sowie Versickerungsschächte in Frage. Das Wasser kann dadurch in tiefere, durchlässigere Bodenschichten geleitet werden. Vor allem aber wird der nötige Stauraum geschaffen, der erforderlich ist, wenn über derartige kleinräumige und punktuelle Maßnahmen das ganze Niederschlagswasser einer größeren angeschlossenen Fläche versickert werden soll Die Gefahr der Grundwasserverschmutzung durch möglicherweise im versickerten Oberflächenwasser enthaltene Schadstoffe steigt jedoch durch die Vergrößerung der Konzentration in den gegenüber der Flächenversickerung relativ kleinräumigen Einleitungsbereichen. Deshalb ist nur die Flächenversickerung genehmigungsfrei, während die gezielte dezentrale Versickerung, auch von nicht schädlich verunreinigtem Niederschlagswasser, einer wasserrechtlichen Erlaubnis bedarf und in Wasserschutzgebieten Einschränkungen unterliegt.
Gute Planung = Kostenersparnis
Wenn schon früh in der Planungsphase Entsiegelungskonzepte in die Planung einfließen, können in erheblichem Umfang Kosten eingespart werden. Die Fachbetriebe des Garten- und Landschaftsbaus stehen Ihnen hier als kompetente Partner beratend zur Verfügung.
Weitere Informationen und Fachfirmennachweis:
Verband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau Nordrhein-Westfalen e.V.
Sühlstraße 6
46117 Oberhausen
Tel. (02 08) 8 48 30 - 0
Fax (02 08) 8 48 30 - 57
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