Direkt zum Inhalt Direkt zur Hauptnavigation

Das sind die Preisträger im Wettbewerb „Viertel vor Grün 2018“

„PIER 78 – Grüne Mitte Essen“ – Allbau GmbH

Bild vergrößern
Grün und Blau als Einheit im PIER 78 – Grüne Mitte Essen (Foto: Allbau GmbH)

Mit der Reaktivierung einer Stadtbrache am Nordrand der Essener City wurden hohe ökologische und stadtklimatische Ziele gesteckt. Erreicht wurden diese durch vielfältige Maßnahmen, wie einer Dachbegrünung, der Einleitung des Niederschlagswassers in den eigens angelegten See, oder der Pflanzung von Laubbäumen zur Klimaregulierung, die die Allbau GmbH bei dem Neubau von 78 barrierearmen und energieeffizienten Wohngebäuden am PIER 78 realisierte. Unterschiedliche Erwartungen von Familien, Singles, jungen Paaren sowie Senioren wurden stets berücksichtigt. Von der knapp 5.000 m² großen Außenanlage ist etwa die Hälfte unterbaut – eine Herausforderung, die in der Planung besonders berücksichtigt wurde. Zusätzlich wurde in der innerstädtischen Lage geschickt der Übergang der Mietergärten zum öffentlichen Raum gestaltet, sodass auch im dichten, urbanen Raum die Privatheit der Bewohnerinnen und Bewohner gesichert ist. Die Jury lobte besonders die abwechslungsreiche und klar strukturierte Gestaltung der Außenanlage sowie die kluge Entwicklung von städtebaulichen Lösungen zur Kriminalprävention.

Bauherr: Allbau GmbH, Essen
Landschaftsarchitekt/Planer: plan b Jürgensmann Landers Landschaftsarchitekten Partnerschaft mbB
Architekt: KZA Koschany Zimmer + Assoziierte
GaLaBau-Unternehmen: Aenstoots Garten- und Landschaftsbau GmbH, Bottrop

„Klanggarten“ in Köln - WSG Wohnungs- und Siedlungs-GmbH, Düsseldorf

Bild vergrößern
Altes Quartier im neuen Licht – ein gelungenes Gesamt- und Lichtkonzept machen es möglich (Foto: WSG Wohnungs- und Siedlungs-GmbH)

Die Entwicklung der Siedlung „Klanggarten“ mit ihren über 270 Wohneinheiten steht modellhaft für den Umgang mit städtebaulichen Strukturen der frühen 1960er Jahre: Die städtebauliche Weiterentwicklung und das Schaffen neuer Angebote für zeitgemäßes und zukunftsfähiges Wohnen in guter Nachbarschaft standen im Fokus des Projektes. Kennzeichnend, so die Jury, seien die hohen Gebrauchs- und Gestaltungsqualitäten im Quartier, die durch die Neuordnung der Siedlungsfreiräume und ihrer Erschließung miteinander erreicht wurden. In dem Zusammenhang wurden vor allem die frühzeitige Einbindung der Mieterinnen und Mieter sowie die Bedarfsermittlung herausgestellt. Der Einsatz von Spiel- und Bewegungsmöglichkeiten sowie Klang- und Schallgeräten im Freiraum für alle Generationen stehe beispielhaft für die generationengerechte Quartiersentwicklung. Auch der Rückschnitt bestehenden Grüns und der Erhalt gesunder Bäume haben – gemeinsam mit dem eingesetzten Lichtkonzept – die Abwechslung intensiver und extensiver Pflanzung ermöglicht. Dieses Maßnahmenbündel habe zu einem fundamentalen Wandel des Quartiers geführt und zeichnet das Projekt als preiswürdig aus.

Bauherr: WSG Wohnungs- und Siedlungs-GmbH, Düsseldorf
Landschaftsarchitekt/Planer:
Bereich Modernisierung: + grün GmbH, Düsseldorf
Bereich Neubau: Planergruppe GmbH Oberhausen, Oberhausen
GaLaBau-Unternehmen: Sieg + Partner GmbH & Co. KG, Wermelskirchen; Jakob Leonhards Söhne GmbH & Co. KG, Wuppertal

„Wohnen in den Vorgebirgsgärten“, Köln – Kooperation von vier Wohnungsgenossenschaften aus Köln als Erfolgsrezept

Bild vergrößern
Kooperation als Erfolgsrezept – Die Vorgebirgsgärten in Köln (Foto: WG Köln-Süd eG, WBG Mieterschutz eG)

Ein Wohnquartier mit über 330 Wohneinheiten, das gemeinsam von vier Wohnungsgenossenschaften entwickelt wird – „allein dieser kooperative und gemeinschaftliche Einsatz sei preiswürdig“, äußerte sich die Jury. Hinzu kommt ein qualitativ überzeugendes Gesamtpaket, das für die Mitglieder der Genossenschaften hohe Freiraumqualitäten schafft und zudem das Quartier städtebaulich in seine Umgebung einbettet. Die Außenanlagen, die „Vorgebirgsgärten“, galt es, als Bindeglied zum Vorgebirgspark, unter Berücksichtigung des geschichtlichen Hintergrundes und unter Beachtung des Gedankens genossenschaftlichen Wohnens zu gestalten. Die naheliegenden öffentlichen Grünanlagen ermöglichten daher eine introvertierte Freianlagengestaltung. Besondere Aufmerksamkeit wurde bei der Planung auf die Vermeidung von Angsträumen gelegt. Die repräsentative, fußläufige Erschließungsachse verbindet verschiedene “Quartiersplätzchen“, die durch unterschiedliche Bepflanzung vielfältige Aufenthaltsqualitäten bieten und überzeugte die Jury durch das preiswürdige Gesamtkonzept.

Bauherr: Gemeinnützige Wohnungsbaugesellschaft Köln-Sülz; WBG Mieterschutz eG; WG Köln-Süd eG; Wohn- und Heimbau eG
Landschaftsarchitekt/Planer: club L94 Landschaftsarchitekten GmbH, Köln
GaLaBau-Unternehmen: Jakob Leonhards Söhne GmbH & Co. KG, Wuppertal

Anerkennungen

„Innerstädtisches Gründach“ in Duisburg – GEBAG Duisburger Baugesellschaft mbH

Bild vergrößern
Kleiner Maßstab – große Wirkung: Das „Innerstädtische Gründach“ der GEBAG (Foto: Quindeau)

Im Rahmen einer notwendigen Sanierung von 450 m² Dachfläche wurde das innerstädtische Dach nach EnEV energetisch saniert. Zusätzlich wurden die Dachflächen auch für die Mieter des gesamten Hauses nutz- und erlebbar gemacht. Mieter im ersten Obergeschoss erhielten eigene Dachterrassen, für die oberen Geschosse wurden vom Treppenhaus zugängliche Holzterrassen als Gemeinschaftsräume geschaffen. Als besonders positives Beispiel für die Sonderkategorie Dach- und Fassadenbegrünung lobte die Jury vor allem das Zusammenspiel ökologischer und sozialer Faktoren bei der Entwicklung der Dachfläche. Das Beispiel zeige, dass auch im kleinen Maßstab wichtige Entwicklungsimpulse bei der grünen Wohnumfeldgestaltung gesetzt werden können, so die Jury.

Bauherr: GEBAG Duisburger Baugesellschaft mbH, Duisburg
Landschaftsarchitekt/Planer: Dipl.-Ing. Jürgen Quindeau, Heiligenhaus; Dipl.-Ing. Birger Ramlau, GEBAG Duisburger Baugesellschaft mbH
GaLaBau-Unternehmen: Grün und Dach, Heiligenhaus

„Eltingviertel, Victoriahof“ in Essen – Vonovia SE

Bild vergrößern
Im Quartierszusammenhang gedacht – das Eltingviertel in Essen (Foto: Simon-Bierwald)

Mit Fertigstellung des ersten Bauabschnitts wurden im Victoriahof nach einem freiraumplanerischen Wettbewerb und einem Mieterbeteiligungsverfahren attraktive und funktionale Freiräume geschaffen. Das parkähnliche Areal entspricht den Bewohnerbedürfnissen und dient diesen als multifunktionales „Grünes Wohnzimmer“. Die Jury lobte vor allem die Einbindung des bestehenden Baumbestandes sowie die kluge Verwendung robuster Kleingehölze und den Einsatz pflegeextensiver Gräser. Dies zeige, dass bei der Konzeption der Quartiersentwicklungsmaßnahme, welche über 1.400 Wohneinheiten umfasst, ein pflegenachhaltiges Vegetationskonzept erarbeitet und darüber hinaus Fragen der Barrierefreiheit, Klimaeffizienz und Langfristigkeit mitgedacht wurden.

Bauherr: Vonovia SE
Landschaftsarchitekt/Planer: scape Landschaftsarchitekten GmbH, Düsseldorf
GaLaBau-Unternehmen: Banzhaf Gartenbau GmbH, Essen

Hier geht es zur Pressemitteilung der Siegerehrung.