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NRW-Heimatministerin Ina Scharrenbach zeichnet Preisträger aus

„Viertel vor Grün 2018“ – Wettbewerb für ein grünes Wohnumfeld

Nicht allein die Qualität einer Wohnung selbst ist entscheidend dafür, ob sich Menschen für einen Wohnstandort entscheiden und gerne dort leben. Eine ebenso große Rolle spielt ein entsprechend attraktiv gestaltetes und gepflegtes grünes Wohnumfeld. Dieser besondere Aspekt des Wohnens wurde am 29. Oktober 2018 bei der Preisverleihung des Wettbewerbs „Viertel vor Grün“ in den Fokus genommen – und das bereits zum zweiten Mal. Vorbildliche Projekte wurden von der Ministerin für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung NRW, Ina Scharrenbach, in den Räumlichkeiten der NRW-Stiftung in Düsseldorf ausgezeichnet.

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Eckhard Uhlenberg, Präsident der NRW-Stiftung, begrüßte die Gäste zur Siegerehrung.

Zahlreiche Gäste fanden sich am 29. Oktober 2018 im Haus der Stiftungen NRW an der Roßstraße in Düsseldorf ein, die vom Hausherrn Eckhard Uhlenberg, Präsident der NRW-Stiftung, persönlich begrüßt wurden. Geladen hatten, wie bereits vor zwei Jahren, die Verbände VdW Rheinland Westfalen und der Verband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau Nordrhein-Westfalen e. V., die den Wettbewerb in Kooperation durchführten. Die Schirmherrschaft des Wettbewerbs hatte Ministerin Ina Scharrenbach übernommen, die bereits zu Beginn der Veranstaltung ankündigte, die gewürdigten Projekte selbst besuchen zu wollen. Damit unterstrich die Ministerin die Wichtigkeit der Verbindung von Natur und Wohnen.

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Grußworte erfolgten auch durch Alexander Rychter, Verbandsdirektor des VdW Rheinland Westfalen.

Alexander Rychter, Verbandsdirektor des VdW Rheinland Westfalen, eröffnete die Veranstaltung mit einem Grußwort. So bemerkte Rychter, dass die Wohnungswirtschaft zwar viele Preise, wie den Landespreis für Architektur, Wohnungs- und Städtebau Nordrhein-Westfalen kenne, die Mehrheit sich jedoch auf die bauliche Ausgestaltung oder Generationengerechtigkeit und damit auf soziale Aspekte fokussieren würde. Dabei müsse es jedoch auch um funktionierende und lebenswerte Wohnquartiere im Kontext aktueller Bedürfnisse der Gesellschaft gehen, so Rychter weiter. Besonders betonte er die Wichtigkeit gestalterisch qualitätsvoller und nachhaltiger Wohnumfelder.
Nachdem Rychter die gelungene Zusammenarbeit der beiden Verbände und die Unterstützung des Bauministeriums lobte, gab der Verbandsdirektor einen Ausblick auf weitere landschaftsgestalterische Projekte für die Wohnungswirtschaft wie beispielsweise die Internationale Gartenausstellung (IGA) Metropole Ruhr 2027.

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Dr. Gunter Mann, Präsident des Bundesverbandes GebäudeGrün e.V., gab einen Impulsvortrag.

Dr. Gunter Mann, Präsident des Bundesverbandes GebäudeGrün e.V., referierte in seinem Impulsvortrag über verschiedene Arten der Dach- und Fassadenbegrünung sowie deren Potenziale und besondere Qualitäten. Dabei hob Dr. Mann die unterschiedlichen Wirkungsmöglichkeiten hinsichtlich der vorhandenen Herausforderungen in hochverdichteten Räumen, sowie die unterschiedlichsten Nutzungsvarianten von Dach- und Fassadengrün hervor. Die Gründe zur Nutzung solcher Konzepte sind vielfältig. Sie liegen vor allem in der Speicherung und Rückhaltung von Regenwasser, die positiven Auswirkungen für die lokale Feinstaubfilterung und im Kühlungspotenzial des Mikroklimas von Quartieren.

Mensch und Natur gehören zusammen.

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Ina Bimberg, 1. Vorsitzende des Bundes Deutscher Landschaftsarchitekten Landesgruppe Nordrhein-Westfalen e.V. (bdla nw).
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Schirmherrin des Wettbewerbs: Ina Scharrenbach, Ministerin für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung NRW.

NRW-Heimat- und Bauministerin Ina Scharrenbach betonte in ihrem Beitrag, dass Mensch und Natur zusammengehören. Sie fügte hinzu, dass bei Bauprojekten der Außenbereich oft zu kurztrete. Angesichts der Flächenknappheit würden Grünflächen oft überbaut, obwohl sie für die Identität und die Entwicklung eines „Heimatgefühls“ der Bewohnerinnen und Bewohner von großer Bedeutung seien. Ebenso merkte Scharrenbach an, dass „Grün“ nicht mehr eine herausgehobene Rolle in der politischen Debatte spielen solle. Stattdessen appellierte sie, dass alle Facetten von Natur und deren Einbezug in das planerische Handeln automatisch zusammen gedacht werden müssen. Um der Relevanz grüner und qualitätsvoller Quartiersgestaltung Ausdruck zu verleihen, kündigte die Ministerin an, die ausgezeichneten Projekte im Wettbewerb selbst besuchen zu wollen. Sie betonte die Relevanz des Wettbewerbs „Viertel vor Grün“, um das Thema Grün stärker in die (fach-)öffentliche Wahrnehmung zu rücken.

Gemeinsam mit Ina Bimberg, 1. Vorsitzende des Bundes Deutscher Landschaftsarchitekten Landesgruppe Nordrhein-Westfalen e.V. (bdla nw), sowie Vorsitzende der beurteilenden Jury, verlieh die Ministerin im Anschluss die Preise. Ausgezeichnet wurden dabei Projekte aus Essen, Köln und Duisburg. Im Gegensatz zur Preisverleihung im Jahr 2016 wurden in diesem Jahr zwei Siegergruppen gebildet. „Die Wettbewerbsbeiträge in diesem Jahr waren entweder so unterschiedlich, dass eine Vergleichbarkeit schwerfiel – oder so ähnlich, dass eine Abstufung für uns als Jury unmöglich war“, so Bimberg. „Aufgrund dessen haben wir uns entschieden, in diesem Jahr zwei Anerkennungen und drei gleichwertige Auszeichnungen zu vergeben.“

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Manfred Lorenz, Ehrenpräsident des Verbandes Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau NRW e.V.

Manfred Lorenz, Ehrenpräsident des Verbandes Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau NRW e.V., betonte zum Abschluss der Feierlichkeiten die Relevanz des Wettbewerbs und kündigte an, dass dieser wieder ausgelobt werde.

(VdW RW / VGL NRW)
(Fotos: Roland Baege)

Hier geht es zu den Siegern des Wettbewerbs "Viertel vor Grün 2018".