Trotz der vielen immergrünen Pflanzen, die den Garten rahmen und auch in den Beeten zu finden sind, präsentiert sich der Garten ausgesprochen blütenreich – bei Gehölzen ebenso wie bei Stauden. Der Amerikanische Gelbholzbaum, der als Hausbaum an der Terrasse platziert wurde, erfreut die Gartenbesitzer mit seiner weißen Blüte, die zugleich eine wertvolle Nahrungsquelle für Insekten ist. Auch die Tokio-Kirsche wird intensiv angeflogen.
Reichlich Insektenfutter bieten zudem die Beete. Sie wurden von Anfang an eng mit wüchsigen Bodendeckern besetzt, sodass sich bereits weniger Monate nach der Pflanzung eine geschlossene Decke präsentierte. Balkan-Anemone, herzblättrige Kugelblume, Sandthymian und Spanisches Gänseblümchen sorgen für lange Blühzeiträume, vom zeitigen Frühjahr fast bis zum ersten Frost.
Ein prägendes Gestaltungselement in den Beeten sind die Eiben im Wolkenschnitt. Diese Schnitttechnik formt die Gehölze zu weich modellierten, scheinbar schwebenden Objekten. Die wellenförmige Oberfläche bringt Ruhe und Klarheit in den Garten. Sie verweist auf die Formsprache japanischer Gärten, die auch in England hochgeschätzt wird. Die Pflanzung der Eiben war eine logistische Herausforderung: „Ihre Ballen waren riesig, oft größer als die Pflanze selbst“, so Landschaftsgärtner Stefan Meibert, „das Einsetzen erforderte entsprechend viel Kraft und Präzision.“ Eiben gelten als sensible Gehölze – je älter sie sind, desto anspruchsvoller die Pflanzung. Doch nicht nur die Exemplare in den Beeten, sondern auch die Eiben an den Grundstücksgrenzen, die bei der Pflanzung bereits zwei Meter hoch waren, haben sich durchweg gut entwickelt.